November

November

Ein Jahr mit vielen Herausforderungen geht seinem Ende entgegen. Die Honigernte war eine der schlechtesten, die ich in den letzten 30 Jahren erlebt habe. Auch in der Zucht waren die Ergebnisse eher unterdurchschnittlich. Ich will nicht Jammern und gebe mich mit dem zufrieden, was uns die Natur geboten hat.
Jetzt zu den noch anstehenden Arbeiten bei unseren Bienen. Da ist in nächster Zeit, sobald die Bienenvölker brutfrei sind, die Varroabehandlung im Winter zu machen.
Ist die Tagestemperatur über +5 ° C, kann man die Bienenvölker mit Oxalsäure durch Einträufeln in die besetzten Wabengassen von den meisten Varroamilben befreien. Ich habe in den vergangenen Jahren immer eine 3,5% Oxalsäurelösung 5 Ml pro besetzte Wabengasse verwendet. Schon viele Jahre mache ich das mit einer Dosierflasche vom Perizin.

Diese Dosierflasche ist sehr praktisch, weil man die notwendige Menge Oxalsäurelösung in den oberen Teil der Dosierflasche drücken kann und so die Menge relativ genau zu verteilen ist. Bei sehr kaltem Wetter nehme ich lieber den Varrox Verdampfer.

Diese Behandlungsart ist am bienenfreundlichsten und hat auch die beste Wirkung. Achten Sie darauf, dass Sie den Varrox Verdampfer sobald die Oxalsäure verdampft ist, aus dem Hochboden entfernen. Die große Hitze des Varrox Verdampfers kann Probleme bereiten, wenn Sie den Varrox Verdampfer zu lange im Hochboden belassen. Vor Jahren wurde ein Verdampfer mit einer Lötlampe als Wärmequelle äußerst positiv beschrieben, so dass ich mir 2 solche Geräte zugelegt habe. Diese Geräte waren super zu bedienen, ich hatte die empfohlene Anzahl Bienenvölker zu behandeln relativ genau geschafft, leider war die Wirkung der Varroabehandlung mit diesen Geräten äußerst schlecht.
Wie gewohnt mache ich immer 2 Tage nach der Varroabehandlung die Kontrolle des Behandlungserfolges. Fällt wenig Varroa, kann es sein, dass wenig Varroa im Bienenvolk war, es kann aber auch sein, dass meine Behandlung nicht gewirkt hat.
Bei diesen Gasgeräten war sehr wenig Varroaabfall vorhanden. So machte ich mich am darauffolgenden Tag daran wieder mit dem Varrox Verdampfer in jedem meiner Bienenkontainer einige Bienenvölker zu behandeln, siehe da, bei der Kontrolle nach 2 Tagen war der Varroaabfall wie schon aus Erfahrung der vorangegangenen Jahre vorhanden. Ich bin froh, dass ich mich nicht auf die Jubelmeldungen in der Fachpresse verlassen habe und mit der Kontrollbehandlung schlimmes von meinen Bienenvölkern abwenden konnte. Ich überlegte, warum wirkt die Behandlung mit dem Gasgerät nicht optimal? Beim eindampfen mit dem Gasgerät waren die Bienenvölker vollkommen ruhig geblieben. Sie hatten die Wabengassen dicht mit Bienen besetzt. so dass die verdampfte Oxalsäure nicht in das Bienenvolk eindringen konnte. Bei der Behandlung mit dem Varrox Verdampfer wird der Verdampfer direkt unter den Bienensitz geschoben. Sobald die Bienen die große Wärmeentwicklung spüren, werden sie nervös, beginnen die Besetzung der Wabengassen zu lockern, sodass die verdampfte Oxalsäure in den Wintersitz des Bienenvolkes eindringen und so seine Wirkung entfalten kann. Hätte ich nicht sofort auf den wenigen Varroaabfall beim Gasverdampfer reagiert, dann hätte ich wohl bei der Kontrolle des natürlichen Varroaabfalles merken müssen, dass da etwas nicht stimmt. Der Natürliche Varroaabfall sollte maximal 1,5 Milben pro Tag sein, ein höherer Varroaabfall bedeuten zu viele Varroa im Bienenvolk. Eine Kontrolle des natürlichen Varroaabfalles ist frühestens 2 Wochen nach einer erfolgten Varroabehandlung Aussagekräftig. Auf diese wichtige Kontrolle des natürlichen Varroaabfalles vergessen viele Imker. Wenn Imkerkollegen von Völkerverlusten reden kann man immer wieder hören, ich hab eh behandelt, es war wenig Varroa im Bienenvolk. Auf meine Frage, wie hast Du festgestellt, dass wenig Varroa im Bienenvolk waren? Hast Du den natürlichen Varroaabfall kontrolliert?
Zur Kontrolle der Stockwindel ist zu sagen, eventuell herumspazierende Ameisen können das Abfallergebniss total verfälschen. Wenn Ameisen Zutritt zur Stockwindel haben, muss man diese ungebetenen Gäste daran hindern, die Varroa wegzutragen, indem man entweder den Rand der Windel mit Raupenleim beschmiert oder die ganze Windel mit Vaseline beschmiert. Ich lege immer auf die Stockwindel ein A3 Kopierpapierblatt, da kann man alles schön sehen und wenn Vaseline oder Raupenleim notwendig ist, wird an der Stockwindel nichts verschmutzt. Das Papierblatt kann man problemlos der Entsorgung zuführen.

Jetzt kommt auch die Zeit der Adventmärkte, wo die beste Möglichkeit besteht, seine Produkte einen großen Publikum zu präsentieren, eventuell zum Kosten einladen und die Produkte zu verkaufen.

Mehrere Sorten Honig, in mehreren Gebindegrößen verleiten die Leute eher zu kaufen. Unser Angebot umfasst 6 Sorten Honig, 5 davon Cremehonig, nur der Akazienhonig ist flüssig. Wir haben 3 Gebindegrößen, 250 Gramm, 500 Gramm und 1000 Gramm. Da ist für Jeden was dabei. Wir bieten auch 7 Sorten Met in 2 Gebindegrößen, 375 Ml und 750 Ml alle mit Schraubverschluss.
Beste Qualität im Glas mit ansprechendem Etikett bringt Erfolg im Verkauf. Sobald die Feiertage mir der wohlverdienten Ruhe vorbei sind, sollten wir langsam daran denken alles was uns bei der Arbeit in der Bienensaison zu unpraktisch war, zu überdenken und Abhilfe schaffen. Mich würde interessieren, wobei Sie Probleme haben oder hatten, ob ich da vielleicht einen gute Rat für Sie habe.

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