Oktober

Oktober

Ich habe am 1.Oktober alle Königinnen in den Bienenvölkern in einen Käfig mit beiderseitigem Absperrgitter gesperrt, diesen in eine Randwabe eingeschnitten und diese Wabe mitten ins Brutnest gegeben.
Am 17.10. habe ich die Königinnen freigelassen und die Wabe wider an ihren ursprünglichen Platz gegeben.

Am 23.10. erfolgte eine Varroabehandlung mit dem Varrox Verdampfer. Es hat sich gezeigt, dass die Nachsommerbehandlung bei den meisten Bienenvölkern gut war, es sind zwischen 80 und 200 Milben gefallen, Es hat auch einige Ausreißer gegeben.
Ich werde den natürlichen Milbenfall weiter beobachten und wo notwendig noch eine Winterbehandlung durchführen.
Jetzt beginnt die Zeit der Ruhe am Bienenstand. Für uns Imker gibt es noch einiges zu tun. Ich empfehle Ihnen, Wärmeschutz bei Ihren Bienen nur dort anzubringen, wo dieser auch sicher nicht als Mäusenistplatz dienen kann. Das heißt in Mäusesicheren Bienenhäusern entsprechend beschaffenen Beuten oder entsprechend beschaffenes Wärmeschutzmaterial. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, so ist es besser „kalt“ das heißt ohne Wärmeschutzverpackung zu überwintern, um unnötige Störungen von den Beuten fernzuhalten. In der modernen Imkerei hält man sowieso nichts vom Verpacken der Bienenvölker. Die Praxis zeigt aber, dass das Warmhalten die Frühjahrsentwicklung schon stark fördert. Ich überwintere meine Bienenvölker „kalt“ und erst etwa Anfang März, wenn der große Reinigungsflug stattgefunden hat, beginne ich meine Bienenvölker warm zu halten. Dies hat den Vorteil, dass die Bruttätigkeit im Herbst nicht zu lange dauert, und die Entwicklung im Frühling flott vorangeht. Um diese Zeit können auch die kleinen Nager, sollte sich einmal einer zu den Bienenbeuten verirren, keinen großen Schaden anrichten. Außerdem finden Sie in der Natur auch genug Schutz und drängen nicht so wie im Herbst ins Trockene. Im Oktober muss das Winterflugloch „Spitzmaussicher“ gemacht werden, das heißt es darf nur 6 mm hoch sein. Jetzt ist auch die Zeit wo man die Waben aussortiert und der Wachsverarbeitung zuführt. Bei uns werden ausschließlich unbebrütete Waben im Kühlraum gelagert. Alles bereits bebrütete Wabenmaterial wird eingeschmolzen.
Bedenken Sie immer: Junger Bau bringt junges Leben.

Wir verwenden eine sogenannte Dampfwachsschleuder zum einschmelzen der Altwaben. In den Wabenkorb passen 18 Rähmchen. Sobald die Maschine heiß ist, geht das Schmelzen der Waben flott voran. 1 Schmelzvorgang dauert inklusive schleudern ca. 10 Minuten. Die Wachsausbeute ist wesentlich besser wie bei unserem vormals verwendeten Dampfwachsschmelzer. Da hat im Übrigen ein Schmelzvorgang bis zu 1 Stunde gedauert und es war noch relativ viel Wachs im Wabentrester zurück geblieben. Das Wachs wird in einem Kunststoffeimer gesammelt und nach dem Abkühlen vom Bodensatz befreit und ein zweites Mal im Dampfwachsschmelzer geschmolzen und geklärt. Dann stelle ich die Eimer mit dem heißen Wachs in einen gut geheizten Raum, damit das Wachs nicht so schnell auskühlt. Es klärt sich dadurch viel besser. Mit dem so gewonnenen Wachs fahren wir zu einem Mittelwanderzeuger und lassen unser Wachs auf Mittelwände umarbeiten.

Die Rähmchen werden der Wachsschleuder entnommen und sofort im heißen Zustand von den gröbsten Wachsresten befreit. Danach werden die Rähmchen in einem sogenannten „Kartoffeldämpfer“ in Sodalauge ausgekocht. Dadurch werden die Rähmchen wieder sehr schön. Die Edelstahldrähte bleiben in den Rähmchen und werden vor dem Einlöten der neuen Mittelwände mit dem Spannrädchen nachgespannt. Über das Einlöten der Mittelwände habe ich bereits im Frühling geschrieben.

Auch alle anderen Geräte und die leeren Beuten unterziehen wir in den Wintermonaten einer gründlichen Reinigung und Instandsetzung. Alle leeren Magazine, Böden, Deckel und Bienenfluchten werden gründlich abgekratzt, anschließend gewaschen und nach dem Trocknen mit einem Gasflämmer geflammt. Die Flamme wird langsam über das Holz gezogen, so dass man sehen kann dass das Holz „schwitzt“. Man kann auch einen leistungsfähigen Heißluftföhn zur Desinfektion verwenden.
Sicher haben Sie im Laufe des Bienenjahres allerlei Praktisches gesehen, gehört, gelesen. Jetzt ist die Zeit, diese Dinge zum eigenen Nutzen für das nächste Jahr vorzubereiten. Viel Spaß wünscht Ihnen dabei

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